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Urheberrecht

Aus ErwerbungsWiki

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Das geistige Eigentum an schöpferischen Werken der Literatur, Musik und der bildenden Künste ist gesetzlich geschützt. Das Urheberrecht besitzt der Schöpfer des Werkes. Voraussetzung ist, dass es sich um eine persönliche Schöpfung handelt.

Wie selbständige Werke geschützt sind auch Sammelwerke, die durch Auslese oder Anordnung persönliche geistige Schöpfungen sind, wie z.B. Enzyklopädien, Anthologien, Zeitschriften; davon unberührt bleiben die Urheberrechte an den einzelnen Beiträgen. Vollen Urheberrechtsschutz genießen auch Übersetzungen und sonstige Bearbeitungen eines Werkes, sofern seitens des Übersetzers oder Bearbeiters eine persönliche geistige Schöpfung vorliegt. Keinen Urheberrechtsschutz genießen hingegen sogenannte amtliche Werke wie Gesetze, Verordnungen und amtliche Bekanntmachungen sowie amtlich verfaßte Leitsätze zu Gerichtsentscheidungen.

Das Urheberrecht entsteht automatisch kraft Gesetz, ohne dass es irgendwelcher Formalitäten wie Anmeldung, Registrierung oder Hinterlegung bedarf.

Die Rechte des Urhebers werden im Gesetz über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) geregelt. In Deutschland und in allen anderen Mitgliedsstaaten der EU beträgt die Frist, in der Werke gesetzlich urheberrechtlich geschützt sind, die gesamte Lebensdauer des Urhebers sowie weitere 70 Jahre nach seinem Tod. Nach Ablauf dieser Schutzfrist sind die Werke gemeinfrei.

Mit dem Verlagsvertrag überträgt der Urheber dem Verlag das ausschließliche Recht zur Vervielfältigung und Verbreitung (Verlagsrecht) an einem Werk. Für eine sinnvolle Verwertung eines Manuskripts benötigt der Verlag auch die sogenannten Nebenrechte.

Grundsätzlich gilt zwar das Prinzip der Vertragsfreiheit, doch hat der Verleger-Ausschuss des Börsenvereins mit dem Verband deutscher Schriftsteller (VS) in der IG Medien Normen für den Abschluss von Verlagsverträgen vereinbart, die alle wesentlichen Bestimmungen des Verlagsvertrags für die Literaturbereiche Belletristik, Sachbuch sowie Kinder- und Jugendbuch umfassen. Beide Verbände empfehlen ihren Mitgliedern die Anwendung dieses Normvertrags. Mit dem Deutschen Hochschulverband wurde eine Vereinbarung über Vertragsnormen bei wissenschaftlichen Verlagswerken geschlossen. Außerdem wurde mit der Übersetzersparte des VS ein Übersetzer-Normvertrag abgeschlossen. Alle Vertragsmuster können bei der Geschäftsstelle des Verleger-Ausschusses angefordert werden.


Quelle


Literatur

  • Diese Seite wurde zuletzt am 5. Dezember 2013 um 16:48 Uhr geändert.
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