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Umsatzsteuer-Identifikationsnummer

Aus ErwerbungsWiki

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Wer als Unternehmer (das gilt in diesem Sinne auch für Bibliotheken) am innergemeinschaftlichen Warenverkehr der EU teilnehmen möchte, also Waren (hier z.B. Bücher und Zeitschriften) innerhalb des EU-Gemeinschaftsgebietes liefern oder erwerben möchte, braucht zusätzlich zur Steuernummer eine so genannte Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt- IdNr.).

Das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) vergibt diese auf Antrag. Gesetzliche Grundlage ist § 27 a Umsatzsteuergesetz (UStG). Von der BZSt erhält man auch Auskunft, ob eine ausländische USt-IdNr. gültig ist und ob die mitgeteilten Angaben zu Firmenname, Firmenort, Postleitzahl und Straße mit den in der Unternehmerdatei des jeweiligen EU-Mitgliedstaates registrierten Daten übereinstimmen. Gesetzliche Grundlage hierfür ist § 18 e Nr. 1 UStG.

Jede Rechnung, die im Rahmen des innergemeinschaftlichen Erwerbs ausgestellt wird, muss also die USt-IdNr des Lieferanten und des Empfängers enthalten.

Mit der USt-IDNr. können somit innergemeinschaftlich steuerfreie Lieferungen ausgeführt werden. Die Verpflichtung zur Versteuerung obliegt dann dem jeweiligen Empfänger zum dort geltenden Steuersatz. Hat ein ausländischer Lieferant aber eine deutsche Steuernummer, d.h. er wird in Deutschland von einem deutschen Finanzamt besteuert - dazu gehört auch das Vorhandensein einer Bankverbindung eines Kreditinstitutes innerhalb der Bundesrepublik - dann weist er auf seinen Rechnungen die deutsche USt aus und führt die Steuer selbst ab.

  • Diese Seite wurde zuletzt am 3. Juni 2008 um 14:14 Uhr geändert.
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