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Subskription

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Das Verfahren der Subskription wurde im 17. Jahrhundert auf dem deutschen Buchmarkt eingeführt, um das Erscheinen von Werken, die höchstwahrscheinlich aufgrund ihres speziellen Inhalts, ihrer künstlerischen Gestaltung oder aber aufgrund ihres geplanten Umfangs nur schwer verkäuflich sein würden, zu ermöglichen. Dieses Verfahren wurde auch im Buchhandel des 18. Jahrhunderts weiterhin genutzt, um beispielsweise bei Kupferstichwerken, mehrbändige Enzyklopädien oder wissenschaftlicher Fachliteratur eine der Nachfrage angepasste Auflagenhöhe zu ermitteln und die Deckung der Herstellungskosten zu gewährleisten. Häufig waren in dieser Zeit die bekanntesten Subskripten auf einer Liste im Titelbogen des Werkes genannt.

Heute ist die Subskription im Buchhandel eine verbindliche Vorbestellung via Buchhändler oder vom Subskribenten-Kunden. Die Subskription stellt somit eine besondere Form des Kaufvertrags dar, bei welcher der Käufer eine angekündigte Neuerscheinung innerhalb einer festgelegten Frist bestellen oder sich zur Abnahme eins Gesamtwerks verpflichten muss. Als Gegenleistung für die Abnahmegarantie legen Verlage ermäßigte Subskriptionspreise fest, die nur bis zu einem bestimmten Termin gültig sind. Verlage sind allgemein auf Subskribenten angewiesen, um zu sehen, ob sich eine Buchausgabe lohnt, bzw. um ein eventuell ruinöses Geschäft zu vermeiden.


Quellen:

  • Die moderne Bibliothek: ein Kompendium der Bibliotheksverwaltung / hrsg. von Rudolf Frankenberger und Klaus Haller. - München: Saur, 2004; S 195 f
  • Lexikon des gesamten Buchwesens. Band III. Verlag Anton Hiersemann, Stuttgart 1933, S. 356.
  • Diese Seite wurde zuletzt am 1. Juni 2008 um 15:58 Uhr geändert.
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