Meine Werkzeuge
User menu

Statistik

Aus ErwerbungsWiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

Statistische Erhebungen sind die Grundlage für die Etatplanung, die Etatverwaltung und die Bestandsentwicklung.

Basis für eine aussagekräftige Erwerbungsstatistik ist es, dass im Erwerbungssystem in einem gesonderten Statistikprogramm Daten erfasst werden, die für eine Auswertung herangezogen werden können. Im Prinzip müssen alle diese Daten miteinander verknüpft und in Beziehung zu einander gesetzt werden können.


Inhaltsverzeichnis

Bestell- oder Verplantstatistik

Über die Bestellstatistik ist es möglich, die voraussichtlichen Anschaffungskosten der bestellten Medien abzurufen.

Erwerbungs- oder Ausgabenstatistik

Über die Ausgabenstatistik können die tatsächlichen Anschaffungskosten der erworbenen Medien abgerufen werden.

Kriterien für eine Statistik im Erwerbungsbereich

Dieser Kriterienkatalog kann je nach Anforderung der Bibliothek reduziert oder erweitert werden. Aufgrund der erfassten Daten können dann für ein Auswertungsprogramm bedarfsgerechte Fragen formuliert werden.

Die Auswertung muss sicherstellen, dass die Anforderungen der Deutschen Bibliotheksstatistik, hausinterne Anforderungen und ggf. die Anforderungen der der Sondersammelgebietsstatistik der DFG erfüllt werden.


Deutsche Bibliotheksstatistik (DBS)

Die Deutsche Bibliotheksstatistik erfasst jährlich Daten über das gesamte deutsche Bibliothekswesen. Sie wird seit 2003 im Hochschulbibliothekszentrum NRW, erstellt. Die Finanzierung erfolgt aus Mitteln des Kompetenznetzwerks für Bibliotheken.

  • Die DBS ist die nationale Datenbasis zum Bibliothekswesen in Deutschland. Sie liefert ein Gesamtbild des Stands und der Entwicklung des Bibliotheken. Für Bibliotheksentwicklungspläne, Nutzungs- und Entwicklungsanalysen, sowie zur Ermittlung der Bibliothekstantieme sind ihre Daten unerlässlich. Sie ermöglicht Vergleiche zwischen Bundesländern, Unterhaltsträgern, Größenklassen und Einzelbibliotheken. Sie ist Forschungsgrundlage für wissenschaftliche Fragestellungen, für Ausstattungs- und Kennzahlenvergleiche.
  • Die DBS erhebt jährlich Daten aus fast 10,000 Öffentlichen Bibliotheken, Hochschulbibliotheken, wissenschaftlichen Spezialbibliotheken, Fahr-, Musik-, Patientenbibliotheken. Sie verwendet dabei weitgehend einheitliche Definitionen für alle Bibliothekssparten.

Gesamtauswertungen fassen die DBS-Daten für die schnelle Benutzung zusammen. Die Variable Auswertung steht für differenzierte Analysen und individuelle Einzelabfragen zur Verfügung.

  • Die DBS ist eine komplett "papierlose" Statistik: sowohl die Sammlung als auch die Aufbereitung der DBS-Daten verlaufen - mittels Online-Erfassung - vollständig automatisiert. Dies ist auch am Beginn des 21. Jahrhunderts noch nicht selbstverständlich und macht die DBS effizient, kostengünstig und flexibel.

Die DBS ist eine der ersten nationalen Statistiken, die weitgehend an der Norm DIN EN ISO 2789 "Internationale Bibliotheksstatistik" ausgerichtet wurde. Damit entspricht sie den neuesten Anforderungen und ist anschlussfähig an internationale Vergleiche und Datensammlungen. In der Regel liegen Mitte eines Jahres bereits von ca. 10.000 Bibliotheken die Daten des vergangenen Jahres vor.


Quelle

  • Wiesner, Margot: Erwerbung und Buchhandel - Glossar. Berlin, Deutsches Bibliotheksinstitut, 1999


Weblinks

  • Diese Seite wurde zuletzt am 27. Juli 2008 um 22:01 Uhr geändert.
  • Diese Seite wurde bisher 3.900-mal abgerufen.