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Sondersammelgebiet

Aus ErwerbungsWiki

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Die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten und an zahlreichen deutschen Bibliotheken angesiedelten Sondersammelgebiete dienen der überregionalen Versorgung mit wissenschaftlicher Literatur in der Bundesrepublik. Es handelt sich um eine prominente Form der Erwerbungskooperation.

Der Schwerpunkt liegt auf der möglichst vollständigen Beschaffung ausländischer wissenschaftlicher Literatur in verschiedenen Publikationsformen. Während die Deutsche Forschungsgemeinschaft in der Regel für 75% bis 80% der Kosten aufkommt, beteiligen sich die Sondersammelgebietsbibliotheken entsprechend mit 20% bis 25% Eigenanteil.

Der Sondersammelgebietsplan der Deutschen Forschungsgemeinschaft geht auf das Jahr 1949 zurück. Mit seiner Hilfe sollten zunächst die durch den Zweiten Weltkrieg entstandenen Lücken im Literaturbestand (westdeutscher Bibliotheken) gefüllt und eine gesunde Basis für eine geordnete Literaturversorgung in der Zukunft geschaffen werden. Nach der Wende wurde der Sondersammelgebietsplan revidiert, es kam zu Teilungen und Umverteilungen von Sondersammelgebieten, um Bibliotheken der neuen ostdeutschen Bundesländer in das Programm zu integrieren.

Eine zeitgemäße Fortsetzung des Programms ist in den unter den Vorzeichen von Open Access von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Nationallizenzen zu sehen.


Quelle

Wiesner, Margot: Erwerbung und Buchhandel: Glossar, Berlin 1999


Weblinks

  • Diese Seite wurde zuletzt am 26. April 2009 um 21:02 Uhr geändert.
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