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Rabatt

Aus ErwerbungsWiki

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Rabatte sind im Geschäftsverkehr zwischen Buchhandel und Bibliotheken nur eingeschränkt möglich, bieten aber gerade im Bereich der Erwerbung von E-Book-Paketen und allgemein im Rahmen der konsortialen Erwerbung von E-Medien eine wichtige Rolle in der Kostenreduzierung.

Bei der preisgebundenen deutschen Verlagsproduktion (vgl. Buchpreisbindung) kann ein Bibliotheksnachlass von bis zu 5 % (für Wissenschaftliche Bibliotheken) bzw. 10 % (für Öffentlichen Bibliotheken) gewährt werden, seit 2002 sind keine Mindesterwerbungsetats der jeweiligen Bibliothek mehr nötig (vgl § 7 Abs. 2 Buchpreisbundungsgesetz).

Bei ausländischen und nicht preisgebundenen Titeln sind Rabatte Verhandlungssache, gewöhnlich jedoch abhängig von den Besorgungskosten des Lieferanten und der Höhe des Umsatzes.

Die Rabattschraube sollte vorsichtig gedreht werden: je höher der Rabatt, umso geringer ist die Gewinnspanne des Händlers und umso niedriger wird im allgemeinen das Dienstleistungsniveau (vgl. Dienstleistungen). Wenn ein Geschäftspartner sehr günstige Discountpreise anbietet, die Bearbeitung seiner Lieferungen und Rechnungen aber hohen Verwaltungsaufwand erfordert, ist er als Bezugsquelle nicht zu empfehlen.


Siehe auch: Kosten, Preise, Slippage discount, DDP

Quelle

  • Wiesner, Margot: Erwerbung und Buchhandel - Glossar. Berlin: Deutsches Bibliotheksinstitut, 1999
  • Diese Seite wurde zuletzt am 2. September 2010 um 07:43 Uhr geändert.
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