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Bestellverwaltung

Aus ErwerbungsWiki

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Die Bestellverwaltung ist ein Teil der Medienbearbeitung; sie umfasst die Gesamtheit der möglichen Arbeitsvorgänge bei offenen bzw. laufenden Bestellungen.

Als wichtiger Teil der Geschäftsvereinbarungen mit den Lieferanten stellt die Bestellverwaltung sicher, dass Lieferant und Bibliothek auf dem gleichen Informationsstand arbeiten.

Dazu gehören die folgenden Segmente:


Die Bestellverwaltung erfogt bei konventionellen, nicht-automatisierten Verfahren über die Bestellkartei und/oder die Lieferantenkartei (vgl. hierzu Karteien), in welchen sämtliche Statusmeldungen nachgeführt werden müssen. Moderne Erwerbungssysteme ermöglichen dagegen nicht nur eine automatische Mahnroutine, sondern auch die Eingabe anderer Statusmeldugen zu einem einmal angelegten Bestelldatensatz.


Inhaltsverzeichnis

Bestellverwaltung von Fortsetzungen

  • Während im deutschen Buchhandel Fortsetzungen in der Regel "bis auf Widerruf" geliefert werden, verlangt der ausländische Buchmarkt bei periodisch erscheinenden Werken meist jährliche Abonnementserneuerungen (vgl. dazu Abonnement).
  • Die Überwachung der lückenlosen Lieferung und Rechnungsstellung sowie die Abonnementsverlängerung wird vorrangig durch den Lieferanten übernommen. Nur bei der evtl. gewünschten Direktlieferung vom Verlag muss die Bibliothek die fehlenden Hefte selbst reklamieren.
  • Es ist genauestens zu unterscheiden, ob sich die Vorgänge der Bestellverwaltung auf die Gesamtbestellung oder auf einzelne Bände, Jahrgänge, Hefte oder Einzellieferungen beziehen (siehe auch Kardex)


Bestellverwaltung von online-Publikationen

  • Unabhängig von der gewählten Erwerbungsart tritt bei elektronischen Medien nach der Bestellung und der Unterzeichnung des Lizenzvertrages anstelle der Lieferung die Freischaltung des betreffenden Titels. Voraussetzung dabei sind eine eindeutige Subskriptionsnummer (ggf. die der Printausgabe), die Angabe der zugriffsberechtigten IP-Adressen und die Bennenung eines Ansprechpartners in der Bibliothek.
  • Auch wenn die Erwerbungsart Kauf gewählt wird, sind – wenn die online-Publikation vom Server des Anbieters aus angeboten wird - meist regelmäßige Service-Gebühren (sog. Hosting-Gebühren) zu zahlen. Die Überwachung dieser Vorgänge gehört ebenfalls zur Bestellverwaltung.


In integrierten Systemen ist es möglich, die für die Nutzer relevanten Vorgänge in der Bestellverwaltung auch im OPAC sichtbar zu machen.



Literatur

  • Dritte überarbeitete Empfehlung für den Geschäftsverkehr zwischen wissenschaftlichen Bibliotheken und Buchhandel, Stand Mai 1994. In: Börsenblatt für den deutschen Buchhandel 1994, Nr. 49, S. 10 – 14
  • Empfehlung zum Geschäftsverkehr zwischen wissenschaftlichen Bibliotheken und dem Antiquariatsbuchhandel / Gerhard Gruber ; Margot Wiesner; In: Bibliotheksdienst 30(1996), H. 4, S. 660 – 668
  • Die moderne Bibliothek: ein Kompendium der Bibliotheksverwaltung / hrsg. von Rudolf Frankenberger und Klaus Haller. - München, 2004. S. 207ff



Weblinks

  • Diese Seite wurde zuletzt am 26. Juli 2008 um 20:20 Uhr geändert.
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