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Bestelltypen

Aus ErwerbungsWiki

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Es können folgende Bestelltypen unterschieden werden:


Einzelbestellung

Bestellung eines Einzelstückes

Sonderformen:

  • Bestellung eines Probeheftes bei Zeitschriften
  • Paketbestellungen: mit dem Aufkommen von E-Books bieten einige Verlage "Pakete" von Einzeltiteln an, die nur in ihrer Gesamtheit erworben werden können. Diese Pakete umfassen entweder die befristete Verlagsproduktion, können aber auch nach Fächern oder Publikationsformen aufgesplittet sein. Die Paketbestellung führt in der Regel zur Rabattierung des einzelnen Titels, kann aber auch bedeuten, dass eine bestimmte Anzahl von nicht bedarfsgerechten Titeln erworben werden muss.


Abonnement (bei Zeitschriften)

Bestellung zur laufenden, unaufgeforderten Lieferung von einem bestimmten Jahrgang oder Band an bis auf Widerruf


Zur Fortsetzung (bei Serien und mehrbändigen Werken)

Bestellung zur laufenden, unaufgeforderten Lieferung aller Bände bis zur Komplettierung eines Werkes oder bis auf Widerruf


Zur Ansicht

Die Ansichtsbestellung einzelner Werke bleibt meist besonderen Ausnahmefällen vorbehalten. Eine effiziente Form der Bestellung mit Rückgaberecht ist die Vereinbarung mit dem Lieferanten, Neuerscheinungen nach vorher festgelegten Erwerbungsprofilen (Approval Plan), Verlagen oder Ländern (Blanket Order) automatisch zur Ansicht vorzulegen. Dabei ist es üblich, eine maximale Rückgabequote und bestimmte Rückgabefristen zu vereinbaren.


Rückergänzung

Bestellung vergriffener Bücher und Zeitschriften über den Antiquariatsbuchhandel, also Kauf aus zweiter Hand. Eine besondere Form stellt das moderne Antiquariat dar, bei dem Verlage Restexemplare zu stark ermäßigten Preisen auf den Markt anbieten, um ihre Lager zu räumen.


Suchauftrag

Bei der gezielten antiquarischen Suche ist es ratsam, sich an fachlich spezialisierte Händler zu wenden und ein Preislimit festzulegen. In jedem Fall sollte der Händler zunächst ein Angebot machen. Antiquarische Metasuchmaschinen im In- und Ausland z.B. das ZVAB ermöglichen heute schnelle Preisvergleiche sowie die Prüfung der Verfügbarkeit von Titeln überhaupt.


Verfilmungsauftrag

Auftrag zur Verfilmung von eigenen oder fremden Beständen für Archivierungszwecke.


Kopierauftrag

Das Urheberrecht erlaubt es, dass Bibliotheken nachweisbar vergriffene Monographien oder Zeitschriftenbände kopieren lassen, um sie in den Bestand aufzunehmen z.B. zur Lückenergänzung. Wird die Kopiervorlage aus einer anderen Bibliothek entliehen, sollte dort die Erlaubnis zum Kopieren eingeholt werden. Es gibt Spezialfirmen, die auch das Binden übernehmen.


Literatur

  • Wiesner, Margot: Erwerbung und Buchhandel - Glossar. Berlin: Deutsches Bibliotheksinstitut, 1999
  • Diese Seite wurde zuletzt am 26. Juli 2008 um 20:09 Uhr geändert.
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